Jan de Haan

Jan de Haan wurde 1951 im niederländischen Warns geboren. Seine Liebe zur Musik entdeckte er durch seinen Vater, der selbst ein großer Musikliebhaber war und Posaune spielte.

Schon in jungen Jahren war Jan de Haan vom Beruf des Dirigenten fasziniert. Mit siebzehn Jahren tauschte er sein Musikinstrument gegen den Taktstock, und bereits ein Jahr später konnte er mit seinem Verein bei einem Wettbewerb den ersten großen Erfolg feiern.

In den Jahren 1969 bis 1973 studierte Jan de Haan Musikpädagogik und Posaune an der Musikpädagogischen Akademie in Leeuwarden. Am Utrechter Konservatorium unterwies ihn Henk van Lijnschooten in der Kunst des Dirigierens. 1976 schloss er sein Studium mit dem Dirigentendiplom in Utrecht ab.

Von 1974 bis 1994 war Jan de Haan ständiger Dirigent der Brass Band Soli Deo Gloria. Unter seiner Leitung errang dieses Orchester viele Erfolge bei nationalen und internationalen Festivals und Wettbewerben.

Darüber hinaus arbeitete Jan de Haan als Gastdirigent auch mit zahlreichen professionellen Sinfonieorchestern und mit vielen Amateur- und Berufsblasorchestern. Neben dem weltberühmten Tokyo Kosei Wind Orchestra dirigierte er u.a. das Niederländische Radio-Bläserensemble, die englische Spitzen Brass Band Brighouse & Rastrick und die Desford Colliery Caterpillar Band, sowie die vier bekanntesten niederländischen Berufsblasorchester (das Marine-Orchester, das königliche Militärorchester, das Orchester der königlichen Luftwaffe und das Johan Willem Friso Militärorchester).

Seine Tätigkeit als (Gast-)Dirigent führte Jan de Haan bisher in fast alle europäischen Länder, in die USA, in den Iran und nach Japan.

Von 1978 bis 1989 war Jan de Haan als Komponist, Arrangeur, Produzent und Programmverantwortlicher beim holländischen Rundfunk und Fernsehen tätig. In dieser Zeit gestaltete er über 140 Fernsehprogramme.

Gegenwärtig ist Jan de Haan neben seinen Aktivitäten als Gastdirigent Direktor des von ihm im Jahr 1983 gegründeten Musikverlags De Haske. Unter diesem Namen hat er eine neue Generation von Blasmusik-Komponisten zusammengeführt, die das traditionelle Blasorchester-Repertoire unterdessen mit vielen interessanten Neuheiten bereichert hat.